Der März ist endlich der Monat, der den Frühlingsanfang verspricht. In diesem Jahr haben wir schon Mitte Februar einen kleinen Vorgeschmack auf die blühende Jahreszeit bekommen und manchen hat wahrscheinlich direkt die Lust gepackt, mit der Gartenarbeit loszulegen. Allerdings sollte man sich von den teils Frühsommer-haften Temperaturen nicht täuschen lassen – Bodenfrost und Schnee sind theoretisch bis in den April möglich.

Das bedeutet für Gärtner*innen im März, dass sie trotz der vielen Arbeit, die ruft, noch vorsichtig sein sollten.

Im Gemüsegarten sollte der Boden erst dann bearbeitet werden, wenn er trocken und warm geworden ist. Kalte und nasse Erde erschwert das Lockern, Harken und Unkrautzupfen unnötig. An Gartenstiefeln klebende Erde ist ein Hinweis darauf, dass man sich zu früh an die Beet-Vorbereitung begeben hat. Geduld zahlt sich hier definitiv aus, denn zu früh gesäte Samen oder auch junge Wurzeln können in winterlicher, nasser Erde faulen.

Bei günstigen Wetterbedingungen können im März schon einige Gemüsearten im Freiland ausgesät werden, wie z.B. Dicke Bohnen, Gartenerbse, Schwarzwurzeln, Pastinaken, Möhren (z.B. Gonsenheimer Treib), Spinat und Rucola. Gepflanzt werden können Zwiebeln, Rhabarber-Wurzelstücke und Topinambur. Wenn eine Mischkultur angelegt wird, sollte beachten werden, dass Bohnen, Zwiebeln und Erbsen keine guten Nachbarn sind. Die Wurzelgemüse-Arten verstehen sich untereinander hingegen gut.

Wer ein Gewächshaus oder Folientunnel im Garten stehen hat, kann hier im März schon Salat (z.B. Maikönig) und Kohlrabi pflanzen. Für Frühernten können außerdem Schnitt- und Pflücksalat, Kohlrabi, Radieschen, Frühlingsrettich, Rübstiel und Mairübchen gesät werden. Auch die Aussaat von Lauch, Blumenkohl, Spitzkohl, Weißkohl und Wirsing, die später ins Freiland versetzt werden, kann im geschützten Bereich des Gewächshauses oder Folientunnels erfolgen.  Bei starkem Frost ist es zum Schutz der jungen Pflanzen und Keimlinge nötig, Frühbeet oder Folientunnel nachts abzudecken.

Möchte man später im Jahr eigene Kartoffeln ernten, müssen diese jetzt im Haus an einem hellen, mäßig warmen Ort vorgekeimt werden. Dazu legt man die Kartoffeln in saubere Kistchen oder Eierkartons. Mit dem Pflanzen sollte aber noch bis April gewartet werden bzw. bis sich die Erde auf mindestens 7°C erwärmt hat. Auch die Anzucht von Tomaten im Haus kann im März vorgenommen werden.

Im Kräutergarten sind robuste Kräuter wie Petersilie, Wurzelpetersilie und Kümmel schon für die Aussaat bereit. Mitte des Monats können dann Knoblauch, Meerrettich, Zitronenmelisse, Sauerampfer und Schnittlauch gepflanzt werden. Auf der wärmeren Fensterbank erfolgt das Vorziehen von Basilikum-Sorten, Majoran, Lavendel, Melisse und Salbei. Schnittlauch und Wildkräuter wie Löwenzahn können im März eventuell schon geerntet werden.

Im Obstgarten kann der Baumschnitt nur dann noch im März erfolgen, wenn noch keine neuen Austriebe vorhanden sind. Dieses Jahr war es aufgrund des warmen Februars im März also oft schon zu spät dafür. Gepflanzt werden können jetzt alle Obstbäume, Nusssträucher und Beerensträucher. Die frisch gepflanzten Gehölze freuen sich über Kompost oder eine Mulchdecke.

Wir wünschen frohes Gärtnern!

 

 

Dieser Text ist angelehnt an „Der Bio-Garten“ von Marie-Luise Kreuter.